Beteiligung der Hapag-Lloyd AG am Wilhelmshavener JadeWeserPort

28. September 2021 -

Die Reederei Hapag-Lloyd steigt beim JadeWeserPort in Wilhelmshaven ein: Das Unternehmen werde sich mit 30 Prozent am Container Terminal Wilhelmshaven (CTW) und mit 50 Prozent am Rail Terminal Wilhelmshaven (RTW) beteiligen.

Aus der Pressemitteilung des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung vom 28.09.2021 ergibt sich:

Zu der Beteiligung der Hapag-Lloyd AG am Wilhelmshavener JadeWeserPort sagt Niedersachsens Wirtschaftsminister und Aufsichtsratsvorsitzenden der JadeWeserPort-Realisierungsgesellschaft, Dr. Bernd Althusmann: „Die Entscheidung Hapag-Lloyds als führende deutsche Reederei, sich am EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven des JadeWeserPorts zu beteiligen, ist ein gutes Signal für den Hafen, die Region, für Niedersachsen und für Norddeutschland. Als einziger Tiefwasserhafen an der deutschen Nordseeküste verfügt der JadeWeserPort über ein Alleinstellungsmerkmal, das im Containergeschäft von besonderem Wert ist – das hat auch Hapag- Lloyd erkannt. Die Beteiligung ist zukunftsweisend, um die Potentiale des Hafens noch besser zu nutzen und aktiv zu gestalten. Die Zusammenarbeit einer Hamburger Reederei mit den bremischen Terminalbetreiber EUROGATE am bremisch-niedersächsischen Gemeinschaftsprojekt JadeWeserPort spricht aber auch für einen Gedanken, den ich mit Blick auf die internationale Konkurrenzsituation für sehr wichtig halte: Wir werden uns in diesem Wettstreit nicht allein behaupten können, sondern nur, wenn wir unsere verschiedenen Standorte als einen ,Hafen Norddeutschland‘ verstehen und enger zusammenarbeiten.“

Auch der Geschäftsführer der JadeWeserPort-Realisierungsgesellschaft, Holger Banik, ist erfreut über die Beteiligung von Hapag-Lloyd am Containerterminal in Wilhelmshaven: „Ich freue mich sehr, dass die Reederei Hapag-Lloyd das große Potenzial von Deutschlands einzigem Container-Tiefwasserhafen zu schätzen weiß und es nutzen möchte. Der JadeWeserPort bietet mit seiner modernen Infrastruktur und der Suprastruktur des Terminalbetreibers ideale Voraussetzungen für die Abfertigung auch ihrer Großcontainerschiffe. Diese Hafeninfrastruktur gilt es nun, in bewährter Zusammenarbeit mit EUROGATE weiterzuentwickeln.“

Hintergrund:

Wie die Reederei Hapag-Lloyd AG heute bekanntgab, haben sich die Gremien für eine Beteiligung von 30 Prozent an der EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven GmbH & Co. KG und von 50 Prozent am Rail Terminal Wilhelmshaven (RTW) ausgesprochen. Der bisherige Anteilseigner APM Terminals Wilhelmshaven GmbH hat diese Anteile der Reederei Hapag-Lloyd zur Übernahme angeboten. Die EUROGATE GmbH & Co. KGaA, KG verbleibt weiterhin mit einem Anteil von 70 Prozent als Mehrheitsgesellschafterin der Betreibergesellschaft des Containerterminals. Vorbehaltlich der Genehmigung durch die Kartellbehörden wird der Abschluss der Transaktion innerhalb weniger Monate erwartet.

Der an der Bundeswasserstraße Jade gelegene JadeWeserPort ist Deutschlands einziger Tiefwasserhafen und Hauptumschlagstandort für Container in Niedersachsen. Als Tiefwasserhafen bietet der JadeWeserPort mit einer kurzen Revierfahrt von 23 Seemeilen, einer tideunabhängigen Fahrwassertiefe von 18 m unter Seekartennull und einem Wendebereich von 700 m ideale nautische Bedingungen für die neueste Generation von Großcontainerschiffen. Der JadeWeserPort hat damit ein Alleinstellungsmerkmal unter den deutschen Nordseehäfen. Tideunabhängig können jederzeit Schiffe, insbesondere sogenannte Ultra Large Container Vessels, mit Längen von bis zu 430 m und Breiten von bis zu 60 m mit 16,50 m Tiefgang ein- und auslaufen.

Die Reederei Hapag-Lloyd beabsichtigt künftig, erstmalig einen Containerliniendienst aus Fernost nach Europa zuerst nach Wilhelmshaven als „First Port of Call“ fahren zu lassen.